Tutorial: Günstig SAP HANA Express im 24/7 Eigenbetrieb


für 14,99 Euro im Monat

  • SAP HANA Express 1.0 ohne XS Advanced (XSA)
  • Kenntnisse im Bereich Linux sind von Vorteil

Dieses Tutorial beschreibt die Einrichtung und den 24/7 Betrieb einer SAP HANA Express für aktuell 14,99 Euro/Monat.

Übersicht der Möglichkeiten

Es gibt zwei Möglichkeiten des Betriebes, um ein SAP HANA Express System zwecks Schulung oder Entwicklung zu nutzen:

  • Eigene Hardware
  • Fremde Hardware

 

Eigene Hardware

Die kostengünstigste Möglichkeit eine SAP HANA Express zu betreiben, ist die Verwendung eigener Hardware. Entweder man besitzt bereits die nötige Hardware in Form eines Personal Computers (mindestens 16 GB) oder als eigenes System (siehe Intel NUC Skullcanyon Tutorials). In jedem Fall muss das jeweilige System für eine 24/7 Nutzung in dauerhaftem Betrieb sein.

Fremde Hardware

Eine weitere Alternative ist der Betrieb auf fremder Hardware. Hierzu gibt es bereits Tutorials für den Betrieb in der SAP Cloud Appliance Library (als fertiges Setup) oder für die Einrichtung bei Amazon Web Services. Beide Alternativen berücksichtigen bei der Auswahl einen Cloud Provider (wie Amazon Web Services oder Microsoft Azure), welcher flexibel auf Abruf Hardware zur Verfügung stellt. Dieser Service kostet ca. 0,50 US Dollar je Stunde. Für einen 24/7 Betrieb fallen somit Kosten von etwa 360 US Dollar je Monat an.

Das hier beschriebene Tutorial verfolgt den Ansatz des klassischen Hostings. Das heißt, es wird bei einem sogenannten Hoster ein System oder virtuelles System zu einem monatlichen Festpreis für 24/7 gemietet. Dieses muss bestimmte Kriterien erfüllen, damit eine SAP HANA Express darauf betrieben werden kann. Die Auswahl habe ich bereits im Tutorial getroffen und beschreibe daher anhand dieses Hosters die Vorgehensweise.

Folgende Kriterien habe ich für das Hosting einer SAP HANA Express festgelegt:

  • Mindestens 16 GB Arbeitsspeicher
  • Minimaler monatlicher Preis, bei monatlicher Kündigungsfrist, ohne Setup-Gebühren

Falls es vergleichbare oder günstigere Angebote gibt, werde ich diese nachträglich hinzufügen.

Contabo

Contabo LogoIch habe mich für Contabo entschieden, da hier aktuell das beste Preis-/Leistungsverhältnis gegeben ist. Das Produkt VPS L SSD erfüllt die Mindestanforderung für eine SAP HANA Express und ist derzeit für 14,99 Euro monatlich verfügbar. Man erhält einen virtuellen Server mit den folgenden Spezifikationen:

  • 6 CPU Cores
  • 24 GB Arbeitsspeicher (garantiert)
  • 600 GB SSD
  • 100 Mbit/s Netzwerk

Contabo, auch bekannt unter dem alten Unternehmensnamen Giga-Hosting.biz, ist ein deutsches Unternehmen mit Rechenzentren in München und Nürnberg.

 

Auswahl des Produktes

Auswahl des Produktes

 

Der Bestellprozess ist sehr simpel. Keine weitere Konfiguration ist nötig, man wählt als Betriebssystem erst einmal openSUSE 13.1 aus. Nach Eingabe der Kontodaten, Adresse, etc. bekommt man eine E-Mail mit der Bestätigung und dem Hinweis, den ersten Monatsbetrag von der eigenen Kontoverbindung zu überweisen. Dies dient der eigenen Sicherheit und bestätigt die Beauftragung der Bestellung. Ich hatte nach der Überweisung innerhalb von 24 Stunden einen Zugang zum System.

Bitte beachtet, dass sich das Tutorial auf die Installation bei diesem Anbieter bezieht. Es kann auch ein anderer Anbieter verwendet werden, aber die Konfiguration kann in dem Fall von der hier beschriebenen abweichen.

Die hier verwendeten Links zu Contabo sind Affiliate Links, d.h. ihr honoriert dieses Turorial automatisch, wenn das Angebot von Contabo darüber bezogen wird. Es entstehen keinerlei Nachteile für den Kunden. Falls dies nicht gewünscht ist, so empfehle ich den direkten Aufruf der Website von Contabo.

Während der Wartezeit können bereits die notwendigen Dateien für SAP HANA Express heruntergeladen werden.

 

Download SAP HANA Express

Download SAP HANA Express

 

SAP HANA Express kann kostenfrei unter der folgenden Adresse heruntergeladen werden: http://go.sap.com/developer/topics/sap-hana-express.html. Nach Der Registrierung wird zunächst ein Download Manager heruntergeladen, welcher direkt ausgeführt werden kann.

 

003

HXE Download Manager

 

Wir wählen zunächst „Binary Installer“ aus, geben einen Ordner für den Download an und belassen die Auswahl der Dateien. Die „Applications“ sind nur notwendig für eine Erweiterung des SAP HANA Express Systems auf XS Advanced, ebenso das „Optimize Script“, welches aber immer mit heruntergeladen wird.

Dieses Tutorial beschreibt, entgegen der Empfehlung der SAP, eine Installation der SAP HANA Express im Single Container Modus. Daher kann die heruntergeladene Installationsanleitung durch die Anleitung im Tutorial ersetzt werden.

Entscheidung für den Single Container Modus

  • Der automatische Content wird auf der System Datenbank eingespielt und für die Tenant Datenbank mit übernommen. Dies soll zukünftig noch korrigiert werden. In Anbetracht des limitierten Arbeitsspeichers würde ich auf eine Kopie des automatischen Content verzichten.
  • Der Umgang ist einfacher. Die Konfiguration der Ports etc. ist aktuell schlecht bis gar nicht dokumentiert, ebenso die Anlage einer Tenant Datenbank generell (siehe beigefügten Leitfaden zur Installation).
  • Es ist jederzeit ein Umstieg auf Multi Database Container möglich.

Entscheidung für den Multi Database Container

  • Empfehlung der SAP. Die SAP HANA wird zukünftig sowohl in der Express Edition, als auch in anderen Editionen als Multi Database Container installiert.
  • Man erhält die Möglichkeit mehrere Datenbanken auf einem SAP HANA System anzulegen.

Aufgrund des limitierenden Speicher empfehle ich momentan die Installation im Single Container Modus.

Bevor die eigentliche Installation starten kann, muss der virtuelle Server vorbereitet werden.

Wechsel des Betriebssystems

OS Neuinstallation

OS Neuinstallation

 

Wir melden uns am Kundenportal des Hosters an und installieren zunächst die Version openSUSE 12.3. Die Neuinstallation dauert nur wenige Minuten, dabei wird das komplette System auf den ursprünglichen Zustand zurück gesetzt (inklusive des Administrator Passwort). Falls also etwas schief geht, wäre hier der geeignete Einstiegspunkt.

Verbindung herstellen

Download von putty.exe und pscp.exe

Download von putty.exe und pscp.exe

 

Falls noch nicht geschehen, laden wir PuTTY hier herunter. Ein kostenloses SSH/Telnet Programm, welches nicht installiert werden muss.

putty.exe kann in einen beliebigen Ordner kopiert und direkt ausgeführt werden.

pscp.exe muss in den Download Order der SAP HANA Express Dateien kopiert werden.

PuTTY Konfiguration

PuTTY Konfiguration

 

Wir öffnen putty.exe und tragen unseren virtuellen Server mit seiner IP Adresse (siehe E-Mail des Hosters) wie folgt ein und öffnen eine Verbindung:

root@<IP Adresse>

 

007

Geöffnet Verbindung in PuTTY

 

Bei erfolgreicher Verbindung öffnet sich ein neues Fenster, in welches wir das Passwort eintragen (siehe E-Mail des Hosters). Wenn dieses erfolgreich bestätigt wurde, werden wir von unserem virtuellen Server begrüßt.

Ändern des Passwortes

Wir ändern zunächst das Passwort des root Benutzer mittels folgender Eingabe:

passwd

Ändern des SSH Ports

/etc/ssh/sshd_config

/etc/ssh/sshd_config

 

Wir führen folgende Eingabe aus, welche die SSH Konfiguration von openSUSE in einem Editor öffnet:

vi /etc/ssh/sshd_config

Wir suchen und ändern die folgende Zeile ab:

#port 22

Dafür navigieren wir den Cursor mit den Pfeiltasten zu der entsprechenden Position und drücken die Taste [ i ] für Insert (Einfügen). Wir entfernen anschließend die # und der Text ändert seine Farbe. Nun ändern wir die Zahl 22 in eine beliebig andere Zahl ab.

 

Ändern des Standard SSH Ports

Ändern des Standard SSH Ports

 

Anschließend beenden wir die Bearbeitung mit der Taste [ Esc ] und führen folgende Eingabe aus:

:wq

Wenn wir wieder in der Kommandozeile sind, können wir die Änderung durch einen Reboot übernehmen. Dazu geben wir folgenden Befehl ein:

reboot

Der Server wird automatisch neu gestartet und die Sitzung in PuTTY beendet.

Bereits nach einem Tag war mein virtueller Server bei Contabo nicht mehr erreichbar, weil eine chinesische IP Adresse konsequent versucht hat, sich unter dem Benutzer root anzumelden. Die schnellste Möglichkeit dies zu unterbinden ist eine Änderung des Standardportes.

Übertragung der notwendigen Installationsdateien

Eingabeaufforderung direkt beim Ordner öffnen

Eingabeaufforderung direkt beim Ordner öffnen

 

Wir halten die [ Shift ] Taste gedrückt und wählen mit einem Rechtsklick auf den Ordner mit den Installationsdateien und der zuvor hinzugefügten pscp.exe die „Eingabeaufforderung“ aus (siehe Screenshot oben). Wenn diese sich öffnet geben wir folgenden Befehl für die Übertragung der Installationsdateien ein:

pscp.exe <Port> hxe.tgz root@<IP Adresse>:

Als <Port> wählen wir den zuvor definierten neuen Port und als <IP Adresse> die IP unseres virtuellen Servers. Der fertige Befehl sieht exemplarisch wie folgt aus:

pscp.exe 71 hxe.tgz root@127.0.0.1:

Nach der Bestätigung werden wir aufgefordert unser ebenfalls neu gesetztes Passwort anzugeben. Wenn alles korrekt ist, beginnt die Übertragung der Datei auf den virtuellen Server:

 

Die Übertragung beginnt...

Die Übertragung beginnt…

Die letzten Vorbereitungen

Erneute Anmeldung über PuTTY

Erneute Anmeldung über PuTTY

 

Wir öffnen PuTTY und tragen wieder, wie vorher beschrieben, unsere Informationen ein. Achtung, dieses Mal mit dem geänderten Port, und verbinden uns mit unserem virtuellen Server. Nach der Eingabe des neuen Passworts erreichen wir wieder die Kommandozeile.

Mit folgender Eingabe prüfen wir zunächst, ob die Datei in unserem aktuellen Verzeichnis ist:

ls

Anschließend verschieben wir die Datei in das tmp Verzeichnis mit der Eingabe:

mv hxe.tgz /tmp

Wir wechseln ebenfalls ist das tmp Verzeichnis mit der Eingabe:

cd /tmp

Und entpacken die Installationsdateien durch folgende Eingabe:

tar -xvzf hxe.tgz

Das Entpacken kann einen Moment dauern, aber sobald es abgeschlossen ist, entfernen wir die Datei mit der Eingabe:

rm hxe.tgz

Wir starten nun den Installationsprozess Schritt für Schritt

Installation fehlender Libraries

Eine Linux Distribution hat für gewöhnlich nicht alle Libraries installiert. Das heißt, es fehlen Dateien, die für die Installation der SAP HANA Express notwendig sind. In Distribution openSUSE 12.3 fehlen zwei Libraries. Um einen Abbruch während der Installation zu vermeiden, installieren wir diese vorab.

Dazu führen wir folgenden Befehl aus:

zypper in libnuma1

Wir bestätigen die Installation mit [ y ] und führen anschließend folgenden Befehl aus:

zypper in libltdl7

Wir bestätigen die Installation abermals mit [ y ]

Installation SAP HANA Express

Bevor wir starten führen wir folgenden Befehl aus:

hostname -f

Wir notieren uns den Namen des Hosts. SAP HANA Express ist nach der Installation über diesen Namen des Hosts erreichbar.

Nun wechseln wir in das Installationsverzeichnis mit der Eingabe:

cd HANA_10_DEE/DATA_UNITS/HDB_SERVER_LINUX_X86_64

Wir starten die Installation mit der Eingabe des folgenden Befehls:

./hdbinst -s HXE -H <Name des Hosts> –db_mode=single_container –import_content=on –xs_engine=on

Wir ersetzen <Name des Hosts> durch unseren eben notierten Namen des Hosts und starten die Installation.

Parameter für die Installation

Parameter vor dem Starten der Installation

Parameter vor dem Starten der Installation

 

Nachdem wir die Installation gestartet haben, werden wir eine Vielzahl an Parametern angeben müssen. Durch drücken der [ Enter ] Taste wird der Standardparameter aus der eckigen Klammer [ ] als Parameter übernommen.

Lediglich an der Position „Select System Usage“ übernehmen wir als Parameter einen anderen Wert:

Select System Usage / Enter Index [4]: 3

Bei der Vergabe eines Passwortes an die User ‚hxeadm‘ und ‚SYSTEM‘ wählen wir ein eigenes Passwort.

Anschließend beginnt die Installation. Zunächst die Instanzen, anschließend, und wesentlich länger, der automatische Content.

Optional: Zusätzliches Installieren der Application Function Library (AFL)

Optional: Die Application Function Library( AFL) enthält unter anderem die Predictive Analytics Libraries (PAL), welcher nahfolgend für SAP HANA Express mit installiert wird. In der späteren Anwendung der Libraries wir ein Scriptserver benötigt. Dieser lässt sich allerdings in der einfachen SAP HANA Express Edition Lizenz nicht nutzen!

Nachdem die Installation mit ‚Installation Done‘ bestätigt wurde, installieren wir die zusätzliche Application Function Library, welche unter anderem die Predictive Analytic Library enthält.

Dazu führen wir folgenden Befehl aus:

./hdblcm -s HXE -H <Name des Hosts> –components=afl

Wir ersetzen, wie bereits zuvor, <Name des Hosts> durch den zu Beginn notierten Namen des Hosts.

 

Parameter vor dem Starten des Updates

Parameter vor dem Starten des Updates

 

Nachdem wir das Update gestartet haben, werden wir auch hier zur Eingabe eines Parameters aufgefordert. Wir wählen das eben installierte System aus

Enter selected system index [4]: 1

Wir bestätigen dies mit dem zuvor gesetzten Passwort des ‚hxeadm‘ Users.

Anschließend starten wir das Update durch die Eingabe [ y ]. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Installation lassen wir PuTTY geöffnet und wechseln in das SAP HANA Studio für die Post-Konfiguration.

Ich empfehle das Anpassen einiger Parameter, da die SAP HANA Express mit der üblichen SAP HANA Konfiguration installiert wird.

Anmeldung an der SAP HANA Express

SAP HANA Express hinzufügen

SAP HANA Express hinzufügen

 

Wir legen ein neues System unter dem zuvor notierten Namen des Hosts, Instanz ’00‘ sowie im Modus ‚Single Container‘ an. Anschließend werden wir nach einem User gefragt. Hier geben wir den User ‚SYSTEM‘ mit dem bei der Installation festgelegten Passwort an.

Nach erfolgreichem Login finden wir eine frisch installierte SAP HANA Express Version vor.

SQL Statements zur Konfiguration des SAP HANA Express Systems

Die SQL Statements habe ich nach einer Vorlage des ausgelieferten virtuellen SAP HANA Express Images erstellt und leicht modifiziert.

Damit die SAP HANA Express schneller läuft, empfehle ich die Ausführung der folgenden SQL Statements in der SQL Konsole als System User:

— Begin HXE Configuration Template —
— compileserver.ini
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚compileserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚communication‘, ‚maxchannels‘) = ‚100‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚compileserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚communication‘, ‚maxendpoints‘) = ‚100‘ WITH RECONFIGURE;

— daemon.ini
— Script Server (for PAL)
— ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚daemon.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (’scriptserver‘, ‚instances‘) = ‚1‘ WITH RECONFIGURE;

— global.ini
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚global.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚persistence‘, ‚automatic_log_truncation‘) = ‚true‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚global.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚persistence‘, ‚log_segment_size_mb‘) = ’64‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚global.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚persistence‘, ‚log_mode‘) = ‚overwrite‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚global.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚threads‘, ‚default_stack_size_kb‘) = ‚768‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚global.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚execution‘, ‚max_concurrency‘) = ‚5‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚global.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚backup‘, ‚data_backup_buffer_size‘) = ‚128‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚global.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚backup‘, ‚log_backup_buffer_size‘) = ’16‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚global.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚executed_statement‘, ‚enable_ddl‘) = ‚false‘ WITH RECONFIGURE;

— indexserver.ini
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚communication‘, ‚maxchannels‘) = ‚100‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚communication‘, ‚maxendpoints‘) = ‚100‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚joins‘, ‚translator_cache_size‘) = ‚200‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚mergedog‘, ‚delta_merge_statistics_record_limit‘) = ‚1000‘ WITH RECONFIGURE;
— set default content vendor (necessary for exporting/importing delivery units)
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚repository‘,’content_vendor‘) = ‚HXE‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚row_engine‘, ‚container_dop‘) = ‚1‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚row_engine‘, ‚lock_table_array_size‘) = ‚202‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚row_engine‘, ‚lock_table_partitions‘) = ‚2‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚row_engine‘, ’segment_prealloc_enabled‘) = ‚false‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚row_engine‘, ‚transient_containers‘) = ‚32768‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚row_engine‘, ‚used_shared_memory‘) = ‚false‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (’session‘, ‚maximun_connections‘) = ‚200‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (’session‘, ‚maximun_external_connections‘) = ‚200‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (’sql‘, ‚max_sql_executors‘) = ‚5‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (’sql‘, ‚plan_cache_size‘) = ‚214748364‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (’sql‘, ’sql_executors‘) = ‚2‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚indexserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚transaction‘, ‚table_lock_aray_size‘) = ‚101‘ WITH RECONFIGURE;

— nameserver.ini
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (’nameserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚communication‘, ‚maxchannels‘) = ‚100‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (’nameserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚communication‘, ‚maxendpoints‘) = ‚100‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (’nameserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚password_policy‘, ‚maximum_password_lifetime‘) = ‚365‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (’nameserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚password_policy‘, ‚maximum_unused_inital_password_lifetime‘) = ‚365‘ WITH RECONFIGURE;
— ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (’nameserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (’statisticsserver‘, ‚active‘) = ‚false‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (’nameserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚topology‘, ’size‘) = ‚5000000‘ WITH RECONFIGURE;

— statisticsserver.ini
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (’statisticsserver.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚mergedog‘, ‚delta_merge_statistics_record_limit‘) = ‚1000‘ WITH RECONFIGURE;

— xsengine.ini
— ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚xsengine.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚debugger‘, ‚enabled‘) = ‚true‘ WITH RECONFIGURE;
— ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚xsengine.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚httpserver‘, ‚developer_mode‘) = ‚true‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚xsengine.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚httpserver‘, ‚maxthreads‘) = ’10‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚xsengine.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (‚httpserver‘, ‚workerpoolsize‘) = ‚5‘ WITH RECONFIGURE;
ALTER SYSTEM ALTER CONFIGURATION (‚xsengine.ini‘, ‚SYSTEM‘) SET (’scheduler‘, ‚enabled‘) = ‚true‘ WITH RECONFIGURE;
— End HXE Configuration Template —
—————————————————————————-

Zum Abschluss

Zum Abschluss erfolgt ein obligatorischer Neustart des SAP HANA Express Systems. Hierfür greifen wir auf das offene PuTTY-Fenster zurück und führen folgende Eingabe aus:

su – hxeadm

Anschließend stoppen wir die SAP HANA Express mit folgender Eingabe:

HDB stop

Sobald alles gestoppt wurde, starten wir die SAP HANA Express erneut mit folgender Eingabe:

HDB start

Wenn der Start abgeschlossen ist, verlassen wir PuTTY durch die zweimalige Eingabe von:

exit

Wenn das System gestartet ist, zeigt es einen aktiven Arbeitsspeicherbedarf von 5 GB an. Dies entspricht dem absoluten Minimum einer SAP HANA Express Installation im Single Container Modus inklusive des XS Classic Contents (automatischer Content).

Warum openSUSE 12.3?



Laut SAP werden von SAP HANA Express nur diese beiden Betriebssysteme unterstützt

  • SuSE Linux Enterprise for SAP Applications, 11.4, 12.0, 12.1
  • Red Hat Enterprise Linux 7.2

Für SuSE Linux gibt es eine freie Version für SAP HANA Express. Allerdings hat man selten die Möglichkeit bei Hostern sein eigenes Betriebssystem zu installieren, auch wenn es kostenlos ist. Zusätzlich bieten die wenigsten Hoster eine SuSE Distribution oder Red Hat dieser Art und Version an, da die Lizenzkosten die Kosten für den unnötig erhöhen wird.

Daher habe ich durchaus nach einem virtuellen Server mit der Alternative openSUSE Ausschau gehalten. Quasi die freie Version für das private Umfeld, angelehnt an die große Enterprise Edition.

Installation im Multi Database Container Modus



Für die Installation im Multi Database Container geht man alle Schritt einschließlich der Vorbereitung dieses Tutorials durch, wechselt dann aber bei der Installation in den mitgelieferten Leitfaden der SAP HANA Express (siehe Download Ordner der SAP HANA Express).

Anschließend empfehle ich auch hier die Ausführung der Post-Konfiguration.

Zusätzlich muss für die eigentliche Entwicklung eine Tenant Database angelegt werden. Dies kann durch folgendes SQL Statement ausgeführt werden

CREATE DATABASE SHA SYSTEM USER PASSWORD Password1;

Zusätzliche Installation des XS Advanced (XSA)



Für die zusätzliche Installation des XS Advanced benötigt man noch die zusätzliche ‚Applications‘ Datei im HXE Download Manager. Diese muss ebenfalls, wie in der Vorbereitung beschrieben, kopiert und extrahiert werden.

Anschließend kann man auch hier zum Leitfaden der SAP HANA Express wechseln, aber Achtung. Bei mir fehlte hier eine OpenSSL Library, welche zuvor mittels der Ausführung des folgenden Befehls installiert werden sollte

wget http://download.opensuse.org/update/11.3/rpm/x86_64/libopenssl0_9_8-0.9.8m-3.3.2.x86_64.rpm

rpm -i libopenssl0_9_8-0.9.8m-3.3.2.x86_64.rpm

ldconfig

Was tun bei fehlerhafter Installation?



Ich habe die Installation Schritt für Schritt nach diesem Tutorial ohne Probleme ausgeführt, mehrfach. Dennoch kann es sein, dass durch die Eingabe einer falschen Information, etc. das System komplett blockiert.

Meine Empfehlung ist sich nicht zu lange mit der Korrektur aufzuhalten, sondern zum Punkt ‚Vorbereitung‘ dieses Tutorials zu gehen und einfach noch einmal ein neues Betriebssystem Image zu installieren.

Woher bekomme ich eine Lizenz für SAP HANA Express?



Nach der Installation besitzt man eine temporäre Lizenz für drei Monate. Ein verlängerte Lizenz für ein gesamtes Jahr kann man unter der folgenden Website beantragen:

http://sap.com/minisap